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Fortbildungsverpflichtung gemäß §5 der Zertifizierungsrichtlinien der AGT (Rezertifizierung)

Nach §5 der Zertifizierungsrichtlinien der AGT ist der Testamentsvollstrecker zur regelmäßigen und unaufgeforderten Fortbildung sowie dem Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der Testamentsvollstreckung verpflichtet. Die Erfüllung dieser Verpflichtung ist Voraussetzung für die Rezertifizierung des Testamentsvollstreckers.

Innerhalb des Verleihungszeitraumes von drei Jahren sind der AGT gegenüber mindestens 15 Zeitstunden als Teilnehmer von Vortragsveranstaltungen nachzuweisen. Der Fortbildungsnachweis kann auch durch Fachveröffentlichungen oder eigene Vortragsveranstaltungen auf dem Gebiet der Testamentsvollstreckung erbracht werden, wenn sie dem Niveau, der in den Fachlehrgängen vermittelten Kenntnisse, entsprechen.

Hinweise zur Pflichtfortbildung für zertifzierte Testamentsvollstrecker (AGT):

  1. Die Fortbildungspflicht beginnt für die von der AGT zertifizierten Testamentsvollstrecker mit dem Datum der (Erst-)Zertifizierung, ausgewiesen auf dem Zertifikat.
  2. Nach Ablauf des Erstzertifizierungszeitraums von drei Jahren ist ein Rezertifizierungsantrag nebst Fortbildungsbelege bei der AGT einzureichen. Details sind dem Rezertifizierungsantrag entnehmen. Der Verleihungszeitraum ist sodann alle drei Jahre durch weitere Rezertifizierungen zu verlängern.
  3. Die Verteilung der 15 Stunden Fortbildung auf die drei Jahre des Zertifizierungszeitraums steht im Belieben des Testamentsvollstreckers.
    Eine jährlich 5-stündige Fortbildung erscheint allerdings sinnvoll, um sich einmal im Kalenderjahr über alle im zurückliegenden 12-Monats-Zeitraum neu aufgetretenen Entwicklungen des Fachgebiets Testamentsvollstreckung zu informieren.
  4. Die Fortbildung muss sich auf das Fachgebiet der Testamentsvollstreckung beziehen, eine ausschließlich allgemeine Fortbildung im Erbrecht genügt nicht. Spielt das Thema der Testamentsvollstreckung eine untergeordnete Rolle, kann auch nur der Teil anerkannt werden, der sich inhaltlich auf die Testamentsvollstreckung bezieht.
  5. Bei der Wahl der Vortragsveranstaltung ist der Fortbildungscharakter zu beachten. Einführende Veranstaltungen zum Thema Testamentsvollstreckung (Vermittlung von Basics) sind keine Fortbildungsveranstaltungen.
  6. Randgebiete der Testamentsvollstreckung dürfen in Summe höchstens ein Drittel der Pflichtfortbildung ausmachen.
    (Bsp.: 10 h Testamentsvollstreckung + 5 h Randgebiet(e), wie etwa das allg. Erbrecht, Unternehmensnachfolge, Pflichtteilsrecht, Testamentsgestaltung, Steuerrecht, Stiftungsrecht)
  7. Folgende Veranstaltungen sind grundsätzlich geeignet, § 5 der AGT-Zertifizierungsrichtlinien zu entsprechen:

     > die von der AGT selbst durchgeführten Veranstaltungen (—>),
     > die Fortbildungskurse der Fachseminare von Fürstenberg für (i) Testamentsvollstrecker: ‘AGT-A’ (—>) bzw. für (ii) Fachanwälte für Erbrecht: ‘ErbR-A2′ (—>)
     > die Fortbildungskurse des Deutschen Steuerberaterinstituts DStI (Fachinstitut des Deutschen Steuerberaterverbandes DStV e.V.) für Fachberater für Testamentsvollstrecker und Nachlassverwaltung – ggf. unter Berücksichtigung von Ziff. 4) (—>).

  8. Anfragen zum Inhalt und Organisation der Kurse sind an den jeweiligen Veranstalter zu richten.
  9. Die Wahl der Veranstalter ist freibleibend.
  10. Die Auswahl der Veranstaltung im Rahmen der Pflichtfortbildung bleibt jedem zertifizierten Testamentsvollstrecker nach eigener Einschätzung überlassen. Eine Vorabprüfung durch die AGT ist nicht vorgesehen.

als PDF:  Hinweise zur Pflichtfortbildung für zertifizierte Testamentsvollstrecker (AGT)

PfeilUnverbindliche Veranstaltungshinweise und Veranstalter von Fortbildungsveranstaltungen finden Sie hier